Die Natur kehrt zurück
Dienstag, den 12. April 2011 um 02:24 Uhr
Bereits seit 1976 existierte das «Naturreservat Wrangelinsel». 2004 wurde ihre Landschaft von der UNESCO zum nördlichsten Weltnaturerbe erklärt und in die Liste des Weltkultur- und Naturerbes der Menschheit aufgenommen. Obwohl das Gebirge bis zu 1.096 Meter über dem Meeresspiegel aufsteigt und die Wrangelinsel im Winter völlig von Treibeisschollen eingeschlossen wird, ist das Land nicht vergletschert.
Gewöhnlich Fotografen meiden solche Themen. Aber manchmal machen sie eine Ausnahme, um die Aufmerksamkeit auf das Problem der Umweltverschmutzung zu lenken. Besucher der arktischen Küste Russlands berichten immer wieder von Müll und rostigen Fässern. Jeder Versuch der Industrialisierung der arktischen Gebiete hat immer zu Verschmutzungen geführt. Zu Sowjetzeit wurde auf der Wrangel Insel eine kleine Gemeinde mit ca. 200 Einwohnern errichtet. Beabsichtig war eine Rentierfarm und Handelsstation einzurichten. Ebenfalls wurde ein militärischer Flugplatz und eine Luftabwehr Basis gebaut. Als diese am Ende der Sowjets verlassen wurde blieben Tonnen von Treibstoffen und Schmiermitteln, sowie der dazugehörende Zvilisationsmüll zurück. Die Siedlungen sind heute schon längst verlassen, abgesehen von einer kleinen Forschungsstation im Süden der Insel. In der Zwischenzeit übernimmt die Natur langsam wieder das Zepter.




















