Die Eisscholle der MOSAiC-Expedition

MOSAiC-Scholle Ende Juni (Foto: Markus Rex,

Bei der MOSAiC-Expedition, der größten Arktis-Expedition aller Zeiten, erforschen Wissenschaftler aus 19 Nationen die Zentralarktis im Jahresverlauf. Am 4. Oktober 2019 erreichte das Forschungsschiff Polarstern die Scholle, mit der es bis zum 17. Mai diesen Jahres driftete und an der es dann wieder am 17.Juni 2020 anlegte. Das zwischenzeitliche Verlassen der Scholle war aufgrund logistischer Probleme als Folge der Corona-Pandemie notwendig geworden.

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Herdentiere zum Schutz des Permafrostes

Grosse Pflanzenfresser wie Pferde und Rentiere könnten den Permafrost mit ihren stampfenden Hufen

Wenn Permafrostboden taut werden grosse Mengen von Treibhausgas freigesetzt. So wird der Klimawandel zusätzlich beschleunigt. Eine Studie der Universität Hamburg zeigt nun, dass die Ansiedlung von grossen Herdentieren dabei helfen kann, den verbleibenden Permafrost zu retten. Pferde, Rentiere und Bisons leisten einen Beitrag zur Bewältigung der Klimakrise.

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Massenlieferung für den Saatgutspeicher

Bei der grossen Einlagerung waren unter anderem Norwegens Premierministerin Erna Solberg und ihr

Am vergangenen Dienstag haben 36 Genbanken aus allen Kontinenten Samenpakete im Saatgutspeicher bei Longyearbyen auf Spitzbergen deponiert. Total sind mit der bisher grössten Lieferung 60‘000 neue Samenproben dazu gekommen. Zu den Neuankömmlingen gehören unter anderem der heilige Mais und anderes traditionelles Saatgut des Stammes der Cherokee, sowie Schlüsselblumen und Samen von total 27 Wildpflanzen, die vom Landsitz des britischen Thronfolgers Prinz Charles stammen.

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Bürgerwissenschaftler entdecken neue Form des Nordlichts

So sieht die Ausprägung des Polarlichts aus, das ihre Entdecker an Dünen am Strand erinnert. ©

Wenn geladene Partikel der Sonne in der Nähe der Pole auf die Atmosphäre der Erde treffen, tanzen grüne Schleier über den Himmel: Polarlichter sind ein faszinierendes Phänomen. Dank der Hilfe von Hobbyfotografen konnten finnische Wissenschaftler um die Physikerin Minna Palmroth nun eine bislang unbekannte Form der Aurora Borealis beschreiben – so heißen die Polarlichter auf der Nordhalbkugel in der Fachsprache. Sie taten dies in der Fachzeitschrift „AGU Advances“ Dabei adelten sie die Hobbyfotografen als „Citizen Scientists“ (Bürgerwissenschaftler) und nahmen sie in den Autorenkreis des Artikels auf.

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Kein Plastik in Robbenmägen

Robben aus der östlichen Arktis Kanadas haben es bisher geschafft, keinen Plastikmüll im Magen

Plastikmüll findet man heute fast in allen Gewässern und Küstengebieten der Welt, auch in der Arktis. Zahlreiche Wale, Vögel, Krabben und andere Arten von Meerestieren weltweit sind betroffen. Doch eine neue Studie zeigt, dass Robben, die in der ostkanadischen Arktis leben, von dieser modernen Plage bisher verschont geblieben sind. 

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Orca-Omas sorgen dafür, dass Babywale länger leben

Orcas leben in festen Grossfamilien, die ein Leben lang zusammen bleiben. (Foto:

Die Anwesenheit einer Orca-Grossmutter erhöht die Überlebenschance ihrer Grosskälber. Das berichten Forscher der Universitäten York und Exeter im Fachmagazin «Proceedings of the National Academy of Sciences».

Dass sich Lebewesen Jahrzehnte vor dem Ende ihrer eigenen Lebensspanne nicht mehr vermehren scheint aus evolutionärer Hinsicht eigentlich keinen Sinn zu machen. Wie könnte es für das Überleben einer Spezies von Nutzen sein, dass Weibchen in der Mitte des Lebens aufhören sich zu reproduzieren? Wissenschaftler vermuten schon länger einen sogenannten «Grossmutter-Effekt» als Grund. Dieser konnte nun erstmals bei Orcas nachgewiesen werden.

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Läuft: Das große Driften

transpolardrift

Seit dem 4. Oktober driftet das Forschungsschiff Polarstern mit einer Eisscholle durch das Nordpolarmeer. Es wird das, wenn alles planmäßig verläuft, noch für rund elf weitere Monate tun. Denn bei der MOSAiC-Expedition wollen Wissenschaftler aus 17 Nationen die Zentralarktis im Jahresverlauf erforschen. Während der größten Arktis-Expedition aller Zeiten kommen sie in „Gebiete, die jenseits unserer Vorstellungskraft liegen, weil sie so gut wie niemand im Winter erreicht hat“, wie es Expeditionsleiter Markus Rex vom Alfred-Wegener-Institut in einem Interview formuliert hat.

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Geo-Engineering-Projekt will mit Glaskügelchen arktisches Eis retten

Die Gründerin und CEO von Ice911 Dr. Leslie Field (Mitte) bei Messungen auf dem Testgelände in

Die Wissenschaft ist sich einig: Gelingt es nicht bald, die Klimaerwärmung einzudämmen, hat dies dramatische Folgen für die Zukunft unseres Planeten. Die klassische Strategie dieses Ziel zu erreichen ist es, das menschliche Verhalten zu ändern und Klimaemissionen zu reduzieren. Ein anderer Ansatz ist das sogenannte Geo-Engineering – technologische Methoden, die in die Kreisläufe der Erde eingreifen, um die Erwärmung einzudämmen. Geo-Engineering bekämpft also nicht die eigentlichen Ursachen, sondern die negativen Auswirkungen des Klimawandels. Einige Forscher sehen das aktive Eingreifen als letzte Rettung. So auch das Team von Ice911 um Chemie- und Elektroingenieurin Dr. Leslie Field.

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Neuer Territorial Park für Nunavut

Fjorde, Berge und Gletscher bieten immenses Potential für den Tourismus. (Foto: Roger Pimenta,

In der kanadischen Arktis wurde die Errichtung eines neuen Territorial Parks beschlossen. Das geplante Agguttinni Schutzgebiet liegt in der Provinz Nunavut nördlich von Clyde River an der Ostküste von Baffin Island. Der Park entstand in Kooperation der Regierung Nunavuts mit den Bewohnern von Clyde River. Der Park soll neben der Natur auch kulturelle Stätten der hier heimischen Inuit schützen und den Tourismus in der Region fördern, betont Nunavuts Premierminister Joe Savikataaq.

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Glamping am Nordpol bald möglich

Ein warmes Bett an einem der unwirtlichsten Orte der Welt. Wer genügend Geld hat, kann sich diesen

Im Moment unternehmen etwa 1000 abenteuerlustige Menschen pro Jahr eine Expedition zum geografischen Nordpol. Entweder reisen sie an Bord eines Eisbrechers, oder sie marschieren tagelang unter harschen Bedingungen auf Skiern über das Eis.

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